Ein Einhorn steht auf einer moosigen Felsstufe neben einem hohen Wasserfall, der aus einer verborgenen Schlucht in ein rundes Becken fällt. Die Komposition nutzt die vertikale Bewegung des Wassers und verbindet sie mit den geschwungenen Linien von Mähne, Farnen und Kletterpflanzen.
Im Vordergrund liegen überlagerte Felsen mit unterschiedlichen Bruchkanten, Moospolstern und kleinen Wasserläufen. Das Becken ist durch Ufersteine, Wellenringe und Seerosen gegliedert, sodass eine abwechslungsreiche Struktur mit klaren geschlossenen Flächen entsteht.
Hinter dem Wasserfall öffnet sich eine schmale Felsspalte, in der angedeutete Ruinenbögen und rankende Pflanzen sichtbar werden. Diese Hintergrunddetails erweitern die Märchenwelt, bleiben aber klein genug, um den Blick auf das Einhorn und den Wasserfall zu konzentrieren.
Die Anatomie des Einhorns ist ruhig und glaubwürdig, während das Horn, die Hufe und die Strähnen der Mähne präzise ausgearbeitet sind. Nasse Felsen, glattes Wasser, raue Rinde und weiche Blätter bieten deutlich unterschiedliche Maloberflächen.
Das Motiv eignet sich für Erwachsene, die eine atmosphärische Naturfantasie mit kräftiger Raumwirkung suchen. Es lässt sich in kühlen Wasserfarben, mineralischen Tönen oder einer üppigen Waldpalette interpretieren.








