Ein anmutiges Einhorn schreitet durch eine weitläufige steinerne Halle, in der mehrere Laternen an unsichtbaren Ketten über dem Boden schweben. Das Tier ist seitlich gedreht und blickt zu einer größeren Laterne, deren Lichtquelle als klare, geschlossene Form gestaltet ist. Seine natürliche Körperform, die sorgfältig gegliederte Mähne und der erhobene Schweif verleihen der Szene eine geheimnisvolle, nicht kindliche Wirkung.
Im Vordergrund liegen breite Bodenplatten, ein niedriger Sockel und zwei aufgeschlagene, bildlose Pergamente. Seitlich stehen drei verschieden geformte Laternen auf steinernen Säulen. Die Gegenstände sind ausreichend groß, um gut ausmalbar zu bleiben, und bilden eine geordnete Führung zum Einhorn.
Im Mittelgrund steigen Treppen zu einer Galerie mit Rundbögen empor. Im Hintergrund ist ein großes Fenster mit geometrischen Streben zu sehen, daneben hängen Stoffbahnen und ein alter Wandteppich ohne Schriftzeichen. Die klare Perspektive der Bodenlinien und Bögen erzeugt Tiefe, ohne die Halle mit winzigen Architekturelementen zu füllen.
Das Motiv richtet sich an ab 11 Jahre und verbindet Fantasy mit einer anspruchsvollen Innenraumkomposition. Stein, Glas, Metall, Stoff und Pergament werden durch gezielte Konturen und einfache Materialstrukturen unterscheidbar. Die geschlossenen Flächen laden zu kontrastreichen Farbideen ein, während die ruhige Ordnung ein sauberes Ausmalen unterstützt.