Eine Wetterweberin steht auf einem schmalen Steg aus hellem Stein und ordnet die Strömungen eines gewaltigen Himmelsgartens. Ihre erhobenen Hände verbinden Wolken, Windfahnen und kreisende Luftbahnen zu einer dynamischen, dennoch kontrolliert aufgebauten Komposition.
Im Vordergrund liegen geöffnete Wetterkarten, ein Kompass, geflochtene Seile und kleine Messgeräte. Geländer, Knoten, Stoffbänder und Metallhaken sind präzise ausgearbeitet und geben der schwebenden Architektur einen glaubwürdigen konstruktiven Charakter.
Der Mittelgrund zeigt schwebende Inseln mit Türmen, Windmühlen und Terrassen. Dahinter staffeln sich Wolkenformationen, entfernte Gebirge und ein heller Horizont, sodass die Weite des Himmels durch klare Vorder-, Mittel- und Hintergrundebenen vermittelt wird.
Das Gewand der Wetterweberin fällt in langen, gebogenen Bahnen und ist mit Windlinien, Wolkenmotiven und schmalen Ornamenten versehen. Die Luftbewegungen werden durch geschlossene Wirbel und strukturierte Wolkenflächen dargestellt, nicht durch diffuse Schattierung.
Erwachsene können hier mit kühlen Farbfamilien, kräftigen Himmelskontrasten oder einer poetischen Morgenstimmung arbeiten. Die Bildidee bleibt komplex, aber übersichtlich und bietet eine überzeugende Mischung aus Figur, Landschaft und dekorativer Bewegung.