An einer Quelle im Wald begegnet eine Ritterin einem großen Hirsch, dessen Geweih von alten Metallringen umschlossen ist. Eine Schmiedin kniet am Wasser und prüft die Ringe, während ein Förster die Spuren eines Weges untersucht, der zu einer verlassenen Grenzfestung führt.
Im Vordergrund liegen Schmiedewerkzeuge, Lederriemen, Steine und ein zusammengefaltetes Tuch. Die Ritterin hält ihr Schwert in der Scheide und nähert sich dem Tier vorsichtig. Der Hirsch besitzt eine natürliche Körperform, kräftige Beine und ein verzweigtes, aber übersichtlich gestaltetes Geweih.
Im Mittelgrund fließt die Quelle unter einer kleinen Steinbrücke hindurch. Dahinter führen Baumstämme, Wurzeln und ein alter Grenzpfosten in den Wald. Auf einer Anhöhe ist die Festung mit Tor, Mauer und Wachturm sichtbar, wodurch die Ursache der geheimnisvollen Ringe als Teil der Geschichte angedeutet wird.
Das Motiv richtet sich an ab 11 Jahre und verbindet Tierbeobachtung, Ausrüstung und eine märchenhafte Suche. Die differenzierten Konturen von Fell, Geweih, Metall, Leder, Wasser, Holz und Stein schaffen viele abwechslungsreiche Flächen. Eine gestaffelte Waldperspektive und glaubwürdige Figurenhaltung machen die Illustration reif und erzählerisch.