Ein Ritter betritt einen ummauerten Garten, in dem sich seltene Nachtblumen nur bei Mondschein öffnen. Eine Botanikerin nimmt vorsichtig Samen aus einer Kapsel, während ein Wächter am Tor eine Karte mit den sicheren Wegen durch die Beete hält.
Im Vordergrund verlaufen geschwungene Steinpfade zwischen großen, klar gegliederten Blüten, rankenden Pflanzen und niedrigen Mauern. Der Ritter hält eine Laterne, deren Licht auf einen verschlossenen Steinsockel fällt. Seine Rüstung wird durch Blattwerk teilweise überlagert, bleibt aber an den wichtigen Stellen deutlich erkennbar.
Im Mittelgrund stehen ein Gewächshaus mit Glasflächen, ein trockener Brunnen und eine hölzerne Galerie. Dahinter erhebt sich die Gartenmauer mit Türmen und einem geöffneten Torbogen. Die Pflanzen sind fantasievoll, aber botanisch nachvollziehbar aufgebaut, mit Stängeln, Blättern, Kelchen und Samenkapseln.
Für ab 11 Jahre bietet das Motiv eine anspruchsvolle Mischung aus Rittergeschichte, Naturbeobachtung und märchenlicher Atmosphäre. Die Komposition besitzt mehrere sinnvoll miteinander verbundene Figuren und Objekte sowie eine deutliche Raumtiefe. Mittlere bis feine Konturen und zahlreiche geschlossene Flächen ermöglichen differenzierte Farbkombinationen für Metall, Glas, Stein, Erde und Pflanzen.