In einem märchenhaften Spiegelpalast steht ein Ritter vor drei hohen Türen. Jede Tür spiegelt einen anderen Weg: eine Waldlichtung, eine Burghalle oder eine Drachenhöhle. Der Ritter hält seinen Schild hoch und vergleicht die Spiegelbilder mit einer Karte, die ihm eine Zauberin gegeben hat.
Neben ihm schwebt eine kleine Laterne, während eine Zauberin auf eine feine Spur aus Sternenstaub zeigt. Auf dem Boden liegen ein Helm, ein Schlüssel und ein gefaltetes Tuch, die scheinbar zu verschiedenen Prüfungen gehören. Die Handlung fordert Aufmerksamkeit und lässt mehrere Deutungen zu.
Die Wände des Palastes sind mit Säulen, Bögen und großen Spiegeln gestaltet. Durch die Spiegel entstehen wiederkehrende Formen, aber jede Fläche bleibt ausreichend groß und klar voneinander getrennt. Im Hintergrund ist eine geschwungene Treppe zu sehen, die zu einem Balkon mit Blick auf das Königreich führt.
Kinder ab 8 Jahren können die Unterschiede zwischen Stein, Glas, Metall, Stoff und Holz herausarbeiten. Die drei Spiegelbilder laden zu eigenen Farbschemata ein, ohne dass die Szene in reine Dekoration zerfällt. Ritter und Zauberin besitzen normale, gut erkennbare Proportionen und stehen im Mittelpunkt des Rätsels.
Das Motiv erzählt von einer Entscheidung, bei der nicht die stärkste Tür, sondern die richtige Wahrheit zählt. Vielleicht zeigt nur ein Spiegel die echte Umgebung, während die anderen Täuschungen sind. Durch die klare Architektur und die zusammenhängenden Hinweise entsteht eine anspruchsvolle, aber gut ausmalbare Fantasieszene.








