Am Ufer eines stillen Sees begegnen sich mehrere erwachsene Feen zu einem nächtlichen Maskenball. Die Figuren tragen unterschiedlich geschnittene Gewänder und kunstvolle, klar konturierte Masken, die ihre individuellen Haltungen und Rollen betonen. Eine einzelne Laterne und die Spiegelung des Ufers geben der Szene einen ruhigen Mittelpunkt.
Die Komposition ist halbkreisförmig aufgebaut: Im Vordergrund liegen Kies, Schilf und verstreute Blüten, im Mittelgrund stehen die Feen auf einer flachen Uferterrasse, und dahinter ziehen sich See, Brücke und bewaldete Hügel in die Tiefe. Die Figuren überlappen leicht, bleiben aber voneinander unterscheidbar. So entsteht ein glaubwürdiger gesellschaftlicher Moment statt einer bloßen Figurenreihe.
Spitzenstoffe, Federn, Bänder, Maskenornamente, Wasserlinien und Schilfblätter bieten abwechslungsreiche Ausmalflächen. Die Flügel unterscheiden sich in Form und Muster, ohne übermäßig klein oder chaotisch zu werden. Die vielen mittleren Flächen unterstützen eine elegante, kontrollierte Farbgestaltung.
Das Bild bietet Erwachsenen die Möglichkeit, eine eigene Farbdramaturgie für Abendkleidung und Landschaft zu entwickeln. Es wirkt ebenso stimmungsvoll in gedeckten Tönen wie in kontrastreichen Festfarben mit metallisch anmutenden Akzenten.