
Eine Zauberkönigin steht in einer langen Spiegelhalle und hebt eine Hand, um eine zerbrochene Verbindung zwischen mehreren Spiegelportalen wiederherzustellen. Ein junger Ritter hält einen Rahmen aus der Nähe fest, während eine Hofgelehrte die Linien auf einer Karte vergleicht. Die Spiegel zeigen nicht dieselbe Szene, sondern verschiedene Teile eines märchenhaften Reiches.
Im Vordergrund liegen Scherben, ein Samtkissen mit Kristallen, ein Schlüsselbund und ein geöffnetes Buch. Die Figuren tragen differenzierte Gewänder mit Umhängen, Stiefeln, Gürteln und sachlich angeordneten Schmuckelementen. Ihre Blickrichtungen führen zur zentralen Spiegelöffnung und machen die Handlung leicht nachvollziehbar.
Die Halle besitzt Säulen, Bögen, Bodenplatten und hohe Fenster. In den Spiegeln erscheinen eine Hafenstadt, ein Waldweg, eine Wüstenfestung und ein verschneiter Pass, jeweils mit klarer Kontur und eigener Perspektive. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, aber geordnete Komposition mit mehreren Raumebenen.
Als Ausmalbild für ältere Kinder und Jugendliche fordert die Szene Aufmerksamkeit bei der Zuordnung von Spiegeln, Figuren und Architektur. Mittlere bis feine saubere Konturen, natürliche Proportionen, abwechslungsreiche Materialien und zahlreiche geschlossene Flächen ermöglichen ein ausdauerndes, kreatives Arbeiten. Die Atmosphäre wirkt geheimnisvoll und reif, ohne kindliche Vereinfachungen.























