
Eine Zauberin wacht auf einer hohen Festungsmauer, während sie mit ihrem Stab ein kreisförmiges Schutzsiegel vor dem Tor erneuert. Vor ihr stehen zwei steinerne Wächterfiguren mit erhobenen Schwertern, keine lebenden Gesichter, sondern glaubwürdige architektonische Skulpturen. Die Geschichte zeigt den letzten Schutz einer Mondfestung gegen eine heraufziehende Schattenwolke.
Im Vordergrund befinden sich Zinnen, ein zusammengerolltes Banner ohne Zeichen, Laternenhalter und ein Tisch mit Karten, Kreide und kleinen Kristallen. Neben der Zauberin kniet ein junger Bote mit Umhang und hält eine geöffnete Nachricht. Ihre Körperhaltung und Blickrichtung verbinden beide Figuren klar mit dem Schutzritual.
Das Burgtor führt in einen Innenhof mit Treppen, Brücken und schmalen Fenstern. Dahinter steigen Türme in eine gestufte Berglandschaft auf. Der Mond erscheint zwischen Wolken, während Vögel und lose flatternde Stoffbahnen die Höhe und den Wind der Szene verdeutlichen.
Das Motiv ist für ältere Kinder und Jugendliche als reife, deutlich anspruchsvolle Ausmalillustration angelegt. Natürliche Figurenproportionen, fein gegliederte Kleidung, Steinstrukturen, Metallteile und räumlich gestaffelte Architektur verlangen konzentriertes Arbeiten. Saubere mittlere bis feine Konturen bieten zahlreiche mittelgroße und feinere geschlossene Flächen, ohne übermäßig winzige Dekorationen.

























